Finale ist für Felix erst der Anfang

Homburger Schüler nahm an der Endrunde des Bundeswettbewerbs Informatik teil

Von SZ-Mitarbeiter Bernhard Reichhart

Felix Stutz hat etwas geschafft, was vor ihm im Saarland schon seit längerer Zeit niemandem mehr gelungen ist: Der Schüler des Homburger Saarpfalz-Gymnasiums hatte sich für das Finale des Bundeswettbewerbs Informatik in Kaiserslautern qualifiziert und daran teilgenommen. 

(Bild folgt)

Der 18-jährige Schüler Felix Stutz vom Saarpfalz-Gymnasium Homburg erreichte das Finale des Bundeswettbewerbs Informatik.

Erbach. Felix Stutz aus der zwölften Klasse des Saarpfalz-Gymnasiums Homburg ist ein echtes Informatiktalent. Von ursprünglich 1200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war er unter die 28 Finalisten beim 31. Bundeswettbewerb Informatik am Fraunhofer-Institut für „Experimentelles Software-Engineering IESE“ in Kaiserslautern gekommen. „Ich habe zwar nicht gewonnen, aber viele neue und interessante Erfahrungen gemacht. Die Teilnahme war mit Blick auf mein späteres Studium sehr lehrreich und hat sich auf jeden Fall gelohnt“, erzählt der 18-jährige Schüler aus Erbach, der als einziger Saarländer mit von der Partie war. Selbst der Geschäftsführer des Wettbewerbs, Wolfgang Pohl, habe sich nicht an den letzten saarländischen Finalteilnehmer erinnern können, was die herausragenden Leistungen von Felix noch mehr hervorhebe, betonte Michael Bergau, Informatiklehrer am Saarpfalz-Gymnasium. An den beiden Tagen habe er teils allein, teils in Gruppenarbeit Aufgaben erarbeitet und die Ergebnisse allen Teilnehmern und der 16-köpfigen Jury präsentieren müssen, so Felix. Eine Aufgabe habe darin bestanden, der Serienfigur Homer Simpson aus einer kniffligen Situation zu helfen. Dazu sollte man zunächst mit formalen Informatikmethoden die Problematik darstellen, um im weiteren Verlauf die Interessenskonflikte Homers mittels eines Algorithmus' zu lösen. Des Weiteren habe man sich des so genannten Bahncard-Problems angenommen. Dabei sollte man effiziente Strategien entwickeln, um zu berechnen, ob und wann sich eine Bahncard lohne, so Felix Stutz. „Wir freuen uns unglaublich, dass es mit Felix ein Schüler des Saarpfalz-Gymnasiums in diesem anspruchsvollen Wettbewerb so weit geschafft hat“, erklärte Bergau. „Das macht uns schon ein bisschen stolz.“ Auch der wissenschaftliche Leiter des Fraunhofer IESE und Vizepräsident der Gesellschaft für Informatik, Professor Peter Liggesmeyer, unterstrich die Leistung der Finalisten: „Informatiktalente, wie wir sie bei diesem Wettbewerb erlebten haben, werden international zunehmend gebraucht und haben hervorragende Karriereaussichten.“ Für Felix war die Teilnahme am Bundeswettbewerb Informatik allerdings erst der Anfang. Nach dem Abitur in diesem Sommer soll es mit Bits und Bytes weitergehen. Dass er auf dem richtigen Weg ist und sich im Finale gut geschlagen hat, zeigen auch viele der Praktikumsangebote, die ihm nun ins Haus flattern. So hat ihm unter anderem das Max-Planck-Institut in Kaiserslautern ein sechsmonatiges Praktikum angeboten, das Felix jedoch ablehnen musste: „Ich kann ja so kurz vor dem Abi schlecht mit der Schule aufhören“. Doch später, etwa in den Ferien oder im Laufe des geplanten Studiums der Informatik und des Wirtschaftsingenieurwesens, wird der SPG-Schüler gut dotierte Praktika sicher gerne annehmen.

(Veröffentlicht am 04.02.2014)

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